Dehio Brandenburg, 2012, S. 670

Reizvoller quadratischer Zentralbau mit halbrunder Nordapsis und vier
kräftigen Eckpavillons, 1729 durch Dresdner Handwerker für Gutsherrn Otto
Bernhardt Borcke. 1861 Veränderung des Pyramidendachs durch Aufsatz
einer hohen, quadratischen Laterne und Haube. Rest. 1997. Außen verputzt,
über dem südl. Eingangsportal bekröntes Allianzwappen. Das flachgedeckte
Innere als dreiseitig von Emporen umgebener Rechteckraum mit nördl. Apsis
gestaltet. In den Eckpavillons im Norden Sakristeien, im Süden die Treppen.
– Monumentaler Kanzelaltar aus der Bauzeit, Holz, vorzügliche Arbeit. Die
übereck gewendeten, von gesprengtem Volutengiebel abgeschlossenen
Pilasterbündel rahmen eine flachbogige Nische, in der die doppelt
geschwungene Kanzel und der mit Lambrequins geschmückte Schalldeckel
eingepasst sind. Am Fuß der Pfeiler Putten, das Alte und Neue Testament
darstellend, die Gebälkkonsolen von Puttenköpfen getragen.