Dehio Brandenburg, 2012, S. 991

Kreuzförmiger Putzbau, 1724 unter Einbeziehung eines westl.
Backsteinturms des 15. Jh. Rest. seit 1990. Die Vierung als achtseitiger
Kuppelbau mit gebrochenem Dach gebildet, angegliedert kurze Kreuzarme
und Rechteckchor sowie zweiachsiges Schiff. Schlicht gegliedert, große
Rundbogenfenster. Querrechteckiger Turm mit spitzbogigem Westportal;
unter dem abschließenden Putzfries Reste von Kreisblenden, hoher
achteckiger Spitzhelm. Innen großzügig; Putzdecke über Voute, die Vierung
durch flaches hölzernes Klostergewölbe geschlossen. Hufeisenförmige
Westempore, 1984 bei Einbau der Winterkirche verändert. Im nördl.
Kreuzarm Orgelempore mit Prospekt von 1757 in Rokokoformen. Im südl.
Kreuzarm verglaste Patronatsloge. – Hölzerner Kanzelaltar 1724 von J.
Blencke und J. Waegener, der polygonale Korb von gewundenen Säulen und
Schnitzwangen flankiert, Abschluss durch Strahlenglorie und Putten; am
Aufgang vergitterter Pfarrstuhl. Spätnazarenische Gemälde der vier
Evangelisten, G. v. Kessel, 1871/72.