Denkmaltopographie Teltow-Fläming, Bd. 17.1, 2000, S. 271
Kirchhof Der alte, um die Kirche gelegene Friedhof 1860 erweitert.
Einfassung durch Ziegelmauer; die Gräber auf Rasen- und Sandflächen
gelegen. Schmiedeeiserne oder hölzerne Grabkreuze (nur vereinzelt aus
Sandstein).
An der Ostseite Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Kenotaph
für den Rittmeister Franz Johann Ludwig Alberthal (1778-1813), gefallen in
der Schlacht bei Dennewitz. Nach einem 1817 von Karl Friedrich Schinkel
angefertigten Entwurf an der Nordseite der Kirche vermutlich zwischen 1825
und 1860 aufgestellt. Auf steinernem Sockel stehender gusseiserner
Sarkophag, dessen oberer Abschluss durch einen spitzbogigen Kleeblattfries
gebildet wird; der flache gewalmte Deckel am Rand durch einen Fries aus
kleinen Blüten verziert. Inschrift auf der Frontplatte: »Franz Johann Ludwig
Alberthal, geboren in Berlin den 25. März 1778, folgte dem Ruf mit Gott für
König und Vaterland als Rittmeister der 3. Schwadron des 4. Kurmärkischen
Landwehr-Kavallerie- Regiments. Er starb den Heldentod in der Schlacht bei
Dennewitz am 6. Sept. 1813. Seiner irdischen Hülle ward hier Ruhestätte«.
Auf den Sargwänden Wappen mit eisernem Kreuz und Inschrift »Mit Gott für
König und Vaterland«.
Als Grabstätte eines in der Schlacht von Dennewitz gefallenen Offiziers,
1813 wurde auch in der Gölsdorfer Kirche und auf dem Kirchhof gekämpft,
ein Zeugnis der Befreiungskriege; zugleich ein hochrangiges Beispiel für
Schinkels Grabmalsentwürfe.
Literatur: Kania/Möller 1960, S. 78; MAZ vom 17.8.1995.