Denkmaltopographie Brandenburg, Bd. 1.1, 1994, S. 279

Grundstück hatte Braugerechtigkeit 1. Klasse. Schulbau 1875-76 errichtet an
Stelle eines großen Renaissance-Giebelhauses mit Sitznischenportal.
Blockhafter dreigeschossiger roter Ziegelbau über Kellergeschoß mit
Satteldach. Die Giebelseiten abgetreppt und durch Lisenen gerahmt. Zur
Großen Münzenstraße sechs Achsen gleichmäßig gereihter flachbogiger
Fenster mit abgetreppten Laibungen. Der strenge Charakter des Gebäudes
wird betont durch das wehrbauartige Motiv der durch Abtreppung leicht
vorgekragten Gesimse über dem Erdgeschoß und unter der Traufe.
Zentrales Treppenhaus mit Oberlicht.
Nachdem zahlreiche Brandenburger Schulbauten im Zweiten Weltkrieg
zerstört wurden, ist die ehemalige Augustaschule jetzt eines der frühesten
Beispiele für Schulneubauten zur Zeit des nach der Mitte des 19. Jh.
einsetzenden Aufschwungs der Stadt.