Dehio Brandenburg, 2012, S. 375

Große klassizistische Saalkirche mit eingezogener dreiseitiger Apsis und
leicht vortretendem Westturm, errichtet 1823–25 nach Entwurf von C. Mens
von Maurermeister Jacob aus Jüterbog. Vom 1810 durch Brand zerstörten
Vorgängerbau übernommen die Umfassungsmauern aus Feldstein der drei
westl. Schiffsachsen sowie der querrechteckige Turmunterbau; bei der
Erneuerung um quadratisches Glockengeschoss mit über einer Plattform
eingerücktem oktogonalen Aufsatz erhöht, dieser mit Schieferverkleidung.
Hohe rundbogige Öffnungen; die Portale im Westen und Norden als
Fensterportale hochgezogen, in der Apsis ein Kreisfenster mit hölzernem
Maßwerk in Sternform. Am Turmoberteil als Rest der urspr. die ganze Kirche
erfassenden klassizistischen Putzgliederung dünne, durch Kleeblattbogen
verbundene Pilaster. Außenrestaurierung A.1990er Jahre. Lichter Innenraum
mit Flachdecke und Hufeisenempore. – Die Ausstattung vorwiegend
1.Dr.19.Jh. Die Kanzel ungewöhnlich hoch auf oktogonaler Stütze mit
Rundbogenfries unter dem Kranzgesims. Orgel, 1730er Jahre, wohl von J.
Chr. Pfennig, aus St. Trinitatis in Finsterwalde.