Dehio Brandenburg, 2012, S. 436

Spätgotischer Feldsteinbau (2. H. 14./A. 15. Jh.?) mit 5/8-Chorschluss,
barock verputzt. Quadratischer Westturm von 1719–21 aus Backstein mit
Schweifhaube und Laterne. An der Südseite zweigeschossige Patronatsloge
um 1740. Gedrückt spitzbogige Südpforte, sonst die Öffnungen
barockverändert. Innen verputzte Holztonne mit gratigen Putzrippen, östl. als
halbes Klostergewölbe gebildet, die Schlusssteine mit Wappen bemalt und
dat. 1723. Zweiseitige Empore im Westen und Norden. – Die originale
Ausstattung kriegszerstört bis auf Teile eines hölzernen Altaraufsatzes,
2.V.18.Jh., mit Figuren des Auferstandenen und Engel in der Bekrönung
sowie Kanzelkorb um 1700, mit Kartuschen an der Brüstung. Die heutige
Ausstattung aus der 1987 abgebrochenen Dorfkirche Weissagk: Altaraufsatz
mit Weinlaubsäulen und Knorpelwerkwangen, 2.H.17.Jh.; im eingefügten
rekonstruierten Schrein kleinere Standfigur einer Maria mit Kind, um 1470/80
(urspr. in Grießen). Hölzerne Kanzel 1.V. 18.Jh. Gusseiserne Taufe von
1868. – Die verglaste Patronatsloge erkerartig vorkragend, auf den
Brüstungsfeldern biblische Szenen in Grisailletechnik gemalt. Mittelalterlicher
Opferkasten mit Eisenbeschlägen. Epitaph für zwei Söhne der Familie v.
Mühlen († 1704), mit Kreuzigungsgemälde. – Außen an der Kirche sieben
barocke Wappen- und Inschriftgrabsteine 18./A.19.Jh.