Dehio Brandenburg, 2012, S. 500 f.
Kreuzförmiger Putzbau, im Kern Quersaal von 1735– 38 mit nördl.
vorspringendem Flügel nach Entwurf von Bauinspektor Eichler, nach 1740
durch Anbau eines Südturms zur Kreuzform ergänzt; nach Stadtbrand 1817–
20 unter Mitwirkung von Schinkel in neugotischen Formen erneuert. 1969/70
Innenumbau, 1987–90 rest. – Im Westen, Norden und Osten drei gleich
gestaltete Kreuzarme mit spitzbogigen Portalen, Fenstern und Stufengiebeln;
der schmalere Südarm seit 1817 mit blendengegliedertem Glockengiebel
zwischen zwei oktogonalen Ecktürmchen anstelle des Turmaufbaus. Die
breiten Ecklisenen vom barocken Vorgängerbau übernommen; Fenster- und
Portalgewände mit kräftigen Rundstäben. Der urspr. quergerichtete
Innenraum seit 1969 geostet, der nördl. Kreuzarm als Winterkirche, der südl.
als Sakristei abgetrennt; der Raum dreischiffig unterteilt durch zwei Reihen
sich verjüngender, achteckiger Holzstützen mit klassizistischen
Blattkapitellen, die die Putzdecke unterstützenden Längsbalken tragen.
Hufeisenempore mit klassizistischem Orgelprospekt. – Einheitliche
Ausstattung (Altar, Taufe, Lesepult und Kreuz in anthropomorphen Formen)
aus Holz mit Kupfer- und Glasflusseinlagen, 1974 von E.-V. Nahmmacher.