Dehio Brandenburg, 2012, S. 825 f.

Freistehender Zentralbau, 1751–53 für die französische Gemeinde am Ufer
des ehem. Bassins errichtet von J. Boumann d. Ä. nach Plänen G. W.v.
Knobelsdorffs, dessen Berliner Hedwigskirche eng verwandt. Rest. außen
1981/85, innen seit 1990. – Die blockhafte, auf Veranlassung Friedrichs II.
über querelliptischem Grundriss aufgeführte Kirche ein Zitat des Römischen
Pantheons. Schlicht verputzte Wandflächen, gegliedert durch hohe
Rechteckfenster unter Verdachung, über dem Kranzgesims glattgeputzte
Attika. Flache Massivkuppel über vierfach rückgestufter Basis. Auf der
Eingangsseite (Süden) in der Sichtachse der Französischen Straße
viersäuliger toskanischer Giebelportikus aus Sandstein mit Bauplastik von F.
Chr. Glume d.J. und Werkstatt: seitlich des Portals Gewandstatuen Caritas
und Spes in Wandnischen, darüber supraportenartige Reliefs, Vertreibung
aus dem Tempel und Gleichnis vom Zinsgroschen, im Giebelfeld Name
Gottes im Strahlenkranz. Das Innere mit umlaufender Empore in der
Tradition protestantischer Zentralbauten der Berliner Schule; 1832–33 nach
Entwürfen Schinkels rest. und klassizistisch umgestaltet: vergrößerte
Erneuerung der Empore einschließlich der gewendelten Aufgänge, hölzerne
Kanzelwand, der obere Abschluss 1930 verändert. Orgel 1783 J. W.
Grüneberg.