Dehio Brandenburg, 2012, S. 837
In betonter Ecklage zur Charlottenstraße erbaut 1795–97 nach Plänen von A.
L. Krüger, angeregt von der Hauptwache in Posen. Rest. 1989/90. In der
Verbindung strenger, palladianischer Elemente mit der monumentalen
Haltung der Schlüter-Zeit, charakteristisch für den frühen Klassizismus der
Gontard-Nachfolge. – Zweigeschossiger Baukörper, den beiden
gleichartigen, stumpfwinklig angeordneten Schauseiten jeweils
sandsteinverkleidete Bogenhallen auf gekuppelten toskanischen Säulen
vorgelagert, das Motiv von Langhans’ Berliner Mohrenkolonnaden bekannt.
Unter dem Abschlussgesims Triglyphenfries. Reicher Bauschmuck von den
Gebr. J. Chr. und M. Chr. Wohler, barock bewegt, in den Bogenscheiteln
Helme, auf der Attika Mars und Minerva, letztere mit einem Porträtmedaillon
Friedrich Wilhelms II. sowie Kriegsgerät und Trophäen.