Dehio Brandenburg, 2012, S. 825

Erbaut 1896–98 nach Entwürfen von G. L. Möckel durch A. Kickton. Nach
einheitlichem Entwurf die platzartig gruppierten Gemeinde-, Pfarr- und
Mitarbeiterhäuser (Nansenstr. 5, 6 und 15), ebenfalls von Möckel. Die Kirche
1945 schwer beschädigt, außen rest. 1988–93; derzeit Innenrest. –
Neugotischer kreuzförmiger Backsteinbau mit Polygonalschluss und hohem
Turm vor der Eingangsfront. Aufwendige Schmuck- und
Gliederungselemente unter Verwendung farbig glasierter Ziegel, die
Querhausfronten mit prächtigen Schaugiebeln. Über den Portalen
Glasmosaiken von Puhl & Wagner nach Entwurf T. Kutschmann. Am Turm
Sandsteinstatuen der Evangelisten und des segnenden Christus von O.
Fiebiger nach Modellen von H. Bäumer.
Innen wirkungsvoller Zentralraum, in den kurzen Kreuzarmen steinerne
Emporeneinbauten. Originelle Rippengewölbe, die Führung der schweren
Gurte der Eisenarchitektur entlehnt. Die einst prächtige neugotische
Ausstattung 1964 reduziert. Glasmosaiken: im Chor Engel mit den
Leidenswerkzeugen, in der ehem. Kaiserloge Medaillon mit Kaiser Otto I.
nach Entwurf von F. Geiges. In den abgeschrägten Ecken des Zentralraums
farbig gefasste Gipsmodelle der Evangelistenstatuen für die Berliner
Gedächtniskirche, 1895 von G.Janensch und E.Wenck (jüngst rest.).