Dehio Brandenburg, 2012, S. 894 f.

Sizilianischer und Nordischer Garten. An Stelle gärtnerischer
Anzuchtquartiere und der 1768/69 errichteten Orangeriegebäude. 1856–66
von Lenné und G. Meyer als vorgelagerter Garten für geplantes Logierhaus
über die Maulbeerallee hinweg zwischen Orangerieschloss und Mühlenhaus.
Geometrische Stufengärten von kleinteiligem Grundriss mit architektonischen
Terrassen und dekorativen Schmuckanlagen; Kabinettstücke historistischer
Gartenkunst. In den beiden durch die Maulbeerallee voneinander getrennten
Teilen exemplarisch der Vegetationscharakter Süd- und Nordeuropas im
Sinne Alexander v. Humboldts „Kosmos“ gegenübergestellt. Als oberer
Abschluss des Nordischen Gartens Grotte mit Säulenvorbau und Altan mit
Anschluss an die sog. Triumphstraße. Die Terrassenmauer des
Sizilianischen Gartens, Entwurf Stüler, ausgeführt 1856, dekoriert 1860/62.
Zentral Pfeilerädikula, darüber die Balustrade unterbrochen für Brunnen,
flankiert von Najaden auf Löwen von E. Stützel und A. Gilli nach Entwürfen
von J. Franz. – Reicher Skulpturenschmuck, Antikenkopien sowie
zeitgenössische Werke, u. a. von E. Wolff, J. Franz und Chr. Fratin, im
Nordischen Garten Bronzefigur des Schwertprüfers, 1911 von F. Heinemann.