Dehio Brandenburg, 2012, S. 1045
Ehem. klassizistisch strenger Emporensaal auf gestreckt rechteckigem
Grundriss mit eingezogener, halbkreisförmiger Apsis, 1830–32 nach
Entwürfen des Bauinspektors Siedler unter maßgeblicher Beteiligung
Schinkels neu errichtet nach Einsturz eines frühgotischen Vorgängerbaus. Im
Frühjahr 1945 nach Sprengung des Turms auch das Schiff schwer
beschädigt, die Inneneinrichtung verbrannt. Nach 1956 Instandsetzung und
Innenausbau für verschiedene kirchliche und kulturelle Nutzungen; nach
1990 Turmneubau. – In den Langwänden hohe, scheitrecht verdachte
Rechteckfenster, darüber die kleineren quadratischen Emporenfenster. Die
monumental gegliederte Apis mit flankierenden hohen Apsidentürmen, ehem.
mit den Aufgängen zu den Emporen des Innenraums.