Dehio Brandenburg, 2012, S. 1071 f.

Stattlicher rechteckiger Feldsteinbau mit aus der Flucht der Schiffswände
vortretendem Westturm und Sakristei im Norden, 2. H. 13. Jh. Das Schiff im
16. Jh. gewölbt. 1721–37 Instandsetzung; dabei Vergrößerung der Fenster,
Errichtung von Südvorhalle mit Treppe zur Patronatsloge (1728) und
quadratischem Turmaufsatz (Wetterfahne dat. 1734) aus Backstein sowie
Außenputz mit Eckrustizierung. E.18.Jh. Sakristei zum Erbbegräbnis
umgebaut. – Im Westen zweifach gestuftes Spitzbogenportal, je ein weiteres
vermauertes Portal im Norden und Süden; die Ostwand urspr. mit
Dreifenstergruppe (Mittelfenster vermauert) sowie mittelalterlichen Putzresten
mit doppeltem Fugenstrich.
Innen im 16.Jh. durch Einzug von zwei achteckigen Pfeilern zur
zweischiffigen, dreijochigen Halle mit fünfteiligen Kreuzrippengewölben
umgebaut. Die große Spitzbogenöffnung zum Turmraum teilweise zugesetzt.
Westempore 1737, wohl gleichzeitig die Südempore und das Gestühl. –
Viergeschossiger hölzerner Altaraufsatz von 1598 mit originaler Farbfassung
und Stifterinschrift. Der Aufbau mit reichem Beschlagwerk- und
Diamantquaderdekor, die Relieffelder jeweils von Säulen (im dritten
Geschoss verloren) oder Pilastern gerahmt. In der Predella Verkündigung,
Geburt, Anbetung der Heiligen Drei Könige und Taufe Christi; im
Hauptgeschoss in der Mitte figurenreiche Kreuzigung, seitlich Abendmahl
und Geißelung, in den Seitenwangen die Evangelisten; im zweiten Geschoss
die Auferstehung, seitlich auf dem Gebälk Pelikan und Phönix, darüber die
Himmelfahrt, bekrönend Gottvater und Christus auf Wolken thronend.
Hölzerne Kanzel mit Schalldeckel von 1728 in barocken Formen auf sich
nach unten verjüngendem Pilaster. Logenprospekt an der Südseite, 1728.
Denkmal des Generalfeldmarschalls Georg Abraham v. Arnim, 1734 in
seinem 84. Lebensjahr gefertigt, von bemerkenswerter Qualität. Die
lebensgroße Freifigur des wohl wenig später Verstorbenen in Rüstung, aus
weißem Marmor, in Rahmenarchitektur aus Pfeilern und Gebälk aus farbigem
Marmor, als Bekrönung Waffen und Trophäen; evtl. ein Werk J. G. Glumes.
Hölzerne Gedenktafel für Martin Stollhof, Pfarrer von Stegelitz († 1709), mit
Darstellung des vor dem Gekreuzigten knienden Verstorbenen.